Mineralien - Pestel

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Russellit aus Kirchberg im Westerzgebirge

Das mächtige Bauprojekt der Umgehungsstraße von Kirchberg nach Schneeberg ist nun schon das dritte Jahr im Gange, brachte aber kaum nennenswerte Funde, die sich die Mineraliensammler vor allem im Kirchberger Granit aus pegmatitischen Drusen und Schlieren erhofften. Ende 2014 wurde nun endlich ein über ein Meter mächtiger Quarzgang angeschnitten. Der Gang streicht in etwa NO – SW Richtung und läuft viele Meter auf der zu bauenden Straße mit. In einem kurzen Teil des Quarzganges (auf etwa einen Meter Länge), fanden wir am äußeren Saalband sitzend eine schmale Vererzungszone.. Sie zeigte sich durch blassgelbe bis dunkelgelbe, harzglänzende Beläge, sowie darunter im Quarz eingewachsene gelbe bis hellgrüne nadlige Kristalle.            

Die im Februar diesen Jahres durchgeführte EDX Analyse ergab bei den wachsartigen Belägen eindeutig das schon erhoffte Mineral Russellit. Das Wismut – Wolframat fand sich in sehr ähnlicher Form früher auch im Steinbachtal bei Johanngeorgenstadt. Der Vergleich beider Proben, der von Kirchberg und der von Johanngeorgenstadt, erbrachte ein völlig gleiches Spektrum.

Zu unserem Erstaunen erwiesen sich die unter dem Russellit im Quarz eingewachsenen Nadeln auch als Russellit und nicht als Bismutit, wie wir vermuteten. Hier liegt wahrscheinlich eine Pseudomorphose von Russellit nach Bismutit, bzw. Bismuthinit vor.

Für die Analysen möchte ich mich recht herzlich bei Dr. Wilfried Bär aus Bad Elster bedanken.

Wir halten auch zu diesem Neufund eine Verkaufsliste bereit, die wir ihnen gern online zusenden.Fordern sie diese einfach per E-Mail an.